Dissertation Schiedsgerichtsbarkeit Hamburg

Lars Weber

Rechtliche Strukturen und Beschäftigungsverhältnisse im Fußballsport

am Beispiel von Spielern, Trainern und Schiedsrichtern im Bereich der Bundesligen und der Regionalliga

Fußballschiedsrichter, Fußballspieler, Fußballtrainer, Fußballverbände, Manipulation von Fußballspielen, Rechtswissenschaft, Schiedsgerichtsbarkeit im Fußballsport, Sportrecht, Wettbetrug

Zum Inhalt

Lars Weber arbeitet die rechtlichen Strukturen im organisierten Fußballsport heraus und untersucht auf dieser Grundlage die Rechtsstellung von Spielern, Trainern und Schiedsrichtern im Bereich der Bundesligen und der Regionalliga in Deutschland.

Im ersten Teil wird zunächst die monopolistisch-hierarchische Struktur des Verbandswesens zwecks Durchsetzung einheitlicher Regeln erläutert. Im Anschluss werden sodann die einzelnen Rechtssetzungsverfahren auf Vereins- und Verbandsebene dargestellt. Weiterhin wird auf die Zulässigkeit des im Fußballsport praktizierten Ausschlusses des ordentlichen Rechtswegs zugunsten von Schiedsgerichten eingegangen. Abschließend beschäftigt sich der Verfasser mit einzelnen Interessenvereinigungen im Fußballsport, u.a. mit der als Spielergewerkschaft bekannten Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV).

Im zweiten Teil wird dann die Rechtsstellung von Fußballspielern, -trainern und -schiedsrichtern analysiert.

Die Ausführungen zum Fußballspieler unterteilen sich in solche über den Lizenz- und solche über den Vertragsspieler. Beim Lizenzspieler wird zunächst der kontrovers diskutierten Frage nach seiner Arbeitnehmereigenschaft nachgegangen. Das Resultat der Untersuchung ist ein neuer Lösungsansatz zur Vermeidung paradoxer Rechtsfolgen durch die strikte Anwendung von Arbeitsrecht auf Spitzenverdiener. Weiterhin wird die Vereinbarkeit des Lizenz- und Spielerlaubniserfordernisses zur Teilnahme am Spielbetrieb der Bundesligen mit grundgesetzlichen Wertungen überprüft. Eingegangen wird auch auf die Frage der Wirksamkeit einer Schiedsvereinbarung mit einem Lizenzspieler. Den Schwerpunkt der Untersuchung bildet die Überprüfung des von der DFL-GmbH herausgegebenen Mustervertrags für Lizenzspieler auf seine Vereinbarkeit mit geltendem Recht. Dabei wird auch auf die EuGH-Entscheidung aus dem Jahre 2005 eingegangen, mit welcher das Gericht die Anwendbarkeit der Arbeitnehmerfreizügigkeit des EG-Vertrags auf Angehörige solcher Staaten erweitert hat, mit denen die EU ein Partnerschaftsabkommen geschlossen hat (Fall Simutenkov). Bei dem Vertragsspieler wird zunächst das Erfordernis für dessen Erschaffung neben dem Lizenzspieler herausgearbeitet. Nach Charakterisierung der Rechtsstellung und Überprüfung der Zulässigkeit von Spielerlaubniserfordernis und Schiedsklausel wird auch bei diesem Spielertyp der vom DFB herausgegebene Mustervertrag auf seine Vereinbarkeit mit geltendem Recht überprüft.

Bei der Untersuchung der Rechtsstellung des Fußballtrainers wird ebenfalls zunächst auf die Zulässigkeit des Lizenzerfordernisses und die Wirksamkeit einer Schiedsabrede eingegangen. Anschließend werden die vom DFB und BDFL herausgegebenen Musterverträge auf ihre Wirksamkeit überprüft. Insbesondere wird dabei auf die Problematik einer zulässigen Befristung von Trainerverträgen aufgrund einer berufstypischen Verschleißgefahr eingegangen und auf andere Möglichkeiten der vorzeitigen Vertragsbeendigung hingewiesen.

Die Ausführungen zum Schiedsrichter beziehen sich zunächst auf die rechtliche Einordnung des Schiedsrichtervertrags und die Überprüfung der Zulässigkeit von Lizenzerfordernis und Schiedsklausel. Ohne Rückgriffsmöglichkeit auf einen Mustervertrag wird dann anhand des Verbandsrechts und allgemeiner zivilrechtlicher Grundsätze der Rechts- und Pflichtenkreis des Schiedsrichters bestimmt. Im Anschluss werden die verschiedenen sportrechtlichen Konsequenzen der Spielmanipulation erläutert. Dabei wird auch auf das Urteil des BGH vom 15.12.2006 zum Schiedsrichterskandal um Robert Hoyzer im Jahre 2005 eingegangen.

Das Werk endet mit einer kritischen Schlussbetrachtung zur derzeitigen Rechtslage.



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